Österreichischer Zuchtverband
für Ponies, Kleinpferde und Spezialrassen

            

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BUNDESCHAMPIONAT 2006, Tinkerchampionat,

Welsh Campionat und Zuchtschau Ost 2006

40 Jahre ÖZP - E. Ollinger

So kündigte Bongo das Jubiläumschampionat in der Pferderevue an. 40 Jahre sind ein halbes Menschenleben – und wie im wirklichen Leben gab es in der Geschichte des ÖZP die „sieben fetten und auch die sieben mageren Jahre“. Eine kleine Gruppe von Shetlandpony-Liebhabern schloss sich zusammen und legte den Grundstein für gedeihliche Zuchtarbeit. Es folgten Präsentationen auf der Wiener Messe, der Messe Wiener Neustadt, bei Volksfesten und natürlich auch Züchterreisen nach Holland und Deutschland (Schottland war damals weit weg). Die Islandpferdezüchter wurden sodann gerne als Mitglieder aufgenommen. Bei diesen Ponies spielte auch der Sport schon eine große Rolle – und Österreich war erfolgreich. Die Shettyleute blieben aber nicht zurück und „bauten“ selbst Kutschen – der Fahrsport war geboren. Aber der Mensch strebt nach höherem – so kamen die ersten Welsh-A und B Ponies nach Österreich. Wir hatten bald ausgezeichnetes Zuchtmaterial – die Zucht boomte. Aber auch der Sport blieb nicht auf der Strecke – das erste Fahrturnier für Ponies wurde in Zistersdorf vom ÖZP veranstaltet, Laa/Thaya folgte, usw. (erst vor kurzem wurden unsere Mitglieder vom Bundesfachverband für diese Initiative geehrt). Ja und dann gibt es ja auch noch Reiter – Reitponies, Connemaras, New Forester traten auf den Plan und zeigten ihr Können und vor allem das Wollen. Und jetzt war es so weit – es kamen die Spezialrassen. Der mystische Berber aus Afrika, die eleganten Andalusier, Achal-Tekkiner und Ukrainer aus dem fernen Osten, Mangalarga-Marchadores, Paso Fino und Paso Peruano, Aegidienberger die faszinierenden Mehrgänger aus Südamerika, Fellponies aus England, Huzulen und Koniks urwüchsig und stark aus „Altösterreich“, Fjordpferde und Schwedisches Kaltblut aus dem hohen Norden und vor allem Irish-Tinker die coolen Schecken aus Irland. Es sollte sich niemand entgehen lassen, wenn Bongo am höchstgelegenen bewirtschafteten Bauernhof Österreichs am Arlberg bei strahlendem Sonnenschein, glitzerndem Schnee seine Chefrolle spielt – cool.

So und jetzt DAS Megaevent – it’s Showtime - BUNDESCHAMPIONAT 2006. Ich will hier keinen Ablaufbericht liefern sondern nur einige Eindrücke schildern. Einem fach- und sachkundigen, kompetenten Richterkollegium, Frau Nüssgens und Herr Strauch (dieser brachte sogar seine eigenen Kegel für die Fahrprüfungen mit) aus Deutschland, Dr. Urbas, Dr. Schaufler, Dr. Maier und Herrn Schäffer stellten sich fein herausgeputzt die „Kandidaten“ zur Bewertung. Mit fein herausgeputzt das hat so was auf sich – beide Dr. Führer’s konnten nicht fassen was ihr Liebling mit den Verdauungsprodukten im Anhänger anstellen konnte – also waschen die zweite. Fiona verstand auch nicht wirklich warum man hier adrett und nett blickend seine Zeit vertrödeln soll – zu Hause wäre es sicher gemütlicher. Vor allem der Brötchengeber wäre weniger nervös und gedanklich weit davon entfernt einem im fremden Land von fremden Leuten führen lassen. Es beeindruckte mich ungemein eine derart gute Auswahl an Tinkern mit ihren tollen Behängen auf einem Platz zu sehen. Unterschätzen wir den Tinker nicht – manch einer meint ein so „globiges“ Pferd hat keine Bewegung“ – mitnichten - die Verstärkung und vor allem der Übergang vom Gebrauchstrab eines Gespannes war sehenswert. Die Welsh-Ponies – edel und charmant – fast ist man versucht zu sagen „wie immer“. Die Nachzucht viel versprechend. Die großen Sportler Reitpony, New Forest und Connemara – ausgezeichnetes Zuchtmaterial und auch unter dem Sattel perfekt. Eine Gruppe perfekter Minis mit toller, quirliger Nachzucht – ein Vergnügen diesen lebensfrohen Kleinen zuzuschauen. Das Schwedische Kaltblut gelassen, sich ihres imposanten Ausdrucks bewusst – klein Gustav würdevoll – sich seiner Rolle voll bewusst. Und noch etwas: Bei diesem Züchternachwuchs braucht uns nicht bang zu sein. Anna Hochfellner, 4 Jahre alt, stellte ein Fohlen neben der Mutter auf – so etwas von gekonnt, wie aus dem Lehrbuch. Die Veranstaltung war vor allem am Samstag extrem gut besucht, ich konnte renommierte Haflinger- und Norikerzüchter entdecken aber auch die Fanclubs hatten nicht ausgelassen. Viele ehemalige Mitglieder, die die Ponyzucht aufgegeben haben, zeigten Interesse und kamen.

Fotoimpressionen

Fotoalbum - Ergebnisliste IRISH TINKER

 

 

               

Österreichischer Zuchtverband für Ponies, Kleinpferde und Spezialrassen

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